Klemmen und Zwingen für jede Arbeit

In jeder Werkstatt und für die meisten Gewerbe werden Zwingen hin und wieder gebraucht. Für jede Anwendung wird jedoch eine andere Zwinge benötigt, oder die universellen Zwingen müssen auf unterschiedliche Art und Weise angewandt werden. Die Zwingen werden meistens von Tischlern, Zimmermännern und Schlossern benutzt. Sie eignen sich jedoch ebenso für Reparaturen von Fahrzeugen, Schuhen und ihren Platz finden sie auch bei Monteuren, Bastlern und Modellbauern.

Zwingen sind unschätzbare Helfer

Zwingen dürfen in keiner Werkstatt fehlen

... von Zeit zu Zeit enden sie im Haushalt ausgeliehen

Grifftiefe einer C-Zwinge

Klemmen mit verschiedener Backenlänge

Sie zeichnen sich durch viele Vorteile aus. Im Gegensatz zum Arbeitskollegen, der uns manchmal gerade dort fehlt, wo wir ihn am meisten bräuchten, sind die Zwingen ein treuer Diener. Zwingen haben keine dumme Reden, keine üble nachsagen, keinen Energieverbrauch, rauchen nicht Ihre Zigaretten. Sie dienen und halten. Je hochwertigere Zwinge kaufen wir, umso länger wird diese auch halten. Gelungene Zwinge kann so zu sagen zur Erbschaft werden und noch den Kindern oder deren Kindern gut dienen. Eine größere Zwinge kann schon schön robust und schwer sein, denn die erwartete Kraft erzielen wir nicht anders. Ein robuster Aufbau gilt also als ein Vorteil. Zur Erleichterung der Handhabung einer großen Zwinge werden die neuen Modelle nur teilweise aus Stahl gefertigt. Es werden unterschiedliche Legierungen, und zwar nicht nur für die Führungsleiste, sondern auch für die Backen, genutzt. Gussmetall ist leichter und dank seines Aufbaus kann es ebenso oder noch fester und widerstandsfähiger als Vollstahl sein.

Halten und nicht Verrutschen

Ihre Basiseigenschaft ist Halten und nicht loslassen. Dies ist eben eines der Kriterien, wonach die Zwingen ausgewählt werden. Bei einem festen Anzug darf die Zwinge nicht durchrutschen, so eine Zwinge wird man gerne wieder schnell los. Ob eine Zwinge durchrutscht, hängt von mehreren Bedingungen ab, und zwar ob der gesamte Aufbau der Zwinge und der Laufstange stimmt, weitere Einflüsse stellt dann der Stangenprofil, die Verzahnung vorne und hinten oder Verzahnung in der Schiebespannzange dar. Einige Zwingen sind als ein glattes Oval oder Rundprofil, andere als Profileisen gestaltet. Es ist ebenfalls wichtig, dass die Zwinge zum geeigneten Zweck verwendet wird, damit wir von der Zwinge nicht eine Arbeit verlangen, für die sie nicht geeignet ist.

Schnelles Einstellen und Anziehen

Tischlerklemme Typ F

Feste Metallklemme mit Plastikkappen auf den Backen gegen Beschädigung des zusammengepressten Materials

Tischlerzwinge – sog. Knecht

Er wird auch Zapfenklemme genannt

Zum Vorteil einiger Zwingen gehört ein Schnellverschub mit Arretierung. Die Zwinge kann schnell auf das gewünschte Maß eingestellt werden, nach Entriegelung der Schiebearretierung kann sie dann blitzschnell mit kleiner Reserve verstellt werden. Danach wird die Zwinge nur noch durch Drehen oder mittels einem Schnellspanngriff angezogen. Somit wird ein hoher Arbeitskomfort erreicht und die Backe kann nicht selbstständig verrutschen und die Finger dabei quetschen. Entscheidend für die Arbeit ist die Auslegungslänge der Zwinge, also eigentlich die Backentiefe. Ein anderer wichtigster Parameter einer Zwinge ist die Backenweite, also wie weit die Backen voneinander entfernt werden können und wie groß das zusammengepresste Werkstück sein kann.

Einhandzwinge – PowerGrip

Sehr modern sind so genannte schnellspannende Einhandzwingen. Deren Vorteil besteht im Vorschub durch Schrittbewegungen mittels Einhandbetätigung des Vorschubsgriffs. Ihre große Druckfläche und die Hauptdefinition – Einhandwerkzeug – macht diese Zwinge unersetzlich. Die meisten Zwingen müssen mit beiden Händen bedient werden, dies ist jedoch z.B. auf einer Bockleiter, wo die eine Hand einen Schrank über dem Kopf hochgehoben hält, einfach undenkbar. Gibt es aber eine Einhandzwinge, das Problem ist schon gelöst. Die Druckbacken dieser Zwinge drehen nicht durch, wie bei einer Schraubendung. Mit Einhandzwingen sind wir in Tschechien nicht weit hinter der restlichen Welt geblieben, auch bei uns wird bereits mehr als 15 Jahre eine heute schon legendäre Zwinge PowerGrip hergestellt. Diese Zwingen kann man mittlerweile preisgünstig in mehreren Längen und im ausgereiften Design bekommen, die kleinen Geburtswehen gehören schon längst der Vergangenheit. Die PowerGrip-Zwinge wird von uni-max bereits mehr als zehn Jahre produziert. Wenn deren Kraft doch nicht ausreichend sein sollte, kann eine klassische Schraubzwinge eingesetzt werden. Die Einhandzwinge ist nicht nur zum Kleben, aber auch zum Halten vom gekürzten oder bearbeiteten Material exzellent geeignet. Eine große Kraft ist ebenfalls von einer Hebelzwinge zu erwarten.

Klemme und Spreize in Einem

Zwingen können auch umgekehrt, also zum Spreizen angewandt werden. Diese Eigenschaft ist zum Beispiel bei schonender Möbelzerlegung zu schätzen. An der PowerGrip-Zwinge kann die Endschraube gelöst werden, um die Backen umzudrehen und die Kraft der Zwinge umgekehrt zu nutzen. Nach dem Zerlegen kann das gebrochenes Möbelteil geeinigt und repariert werden, dann wieder Kleber darauf und mit der gleichen Zwinge wieder zusammendrücken.

Kantenzwingen

Beleistungsklemme 3 - C 50 verfügt über drei Festziehkurbeln

Sie ist ausgezeichnet z.B. zum Verkleben von Kantenprofilen zu Türen geeignet

Eine kleine Spezialität unter den Klemmwerkzeugen bilden Beleistungs- oder Kantenzwingen. Sie werden vor allem zum Kleben gerader Kanten und Profilleisten auf Platten benutzt. Die Ausführung kann die Form einer U-Buchstabe mit gegenläufigen Gewinden und einem Andruckgewinde quer zur Kante haben oder selbsthemmend sein. Vorteil der erst genannten Ausführung besteht in der Möglichkeit die Zwinge außerhalb der Kantenmitte zu zentrieren, falls die Kante z.B. aus mehreren Leisten besteht oder diese dicker ausgeführt ist.
 

Beleistungsklemme selbsthemmend

... selbsthemmende Zwinge im Einsatz

Die zweite genannte Ausführungsart von Kantenzwingen ist selbsthemmend und hilft uns selbstständig die Mitte der geklebten Leiste einzustellen. Die Exzenterschere mit gummierter Oberfläche werden durch das Anziehen zur Kante exzentrisch ausgedreht und werden somit zu der Plattenfläche fest angezogen. Dieser Vorgang ist schnell und wirksam. Dank der Gummierung haftet die Schere fest an der Oberfläche ohne die Plattenfläche zu beschädigen. In einer weiteren Variante, mit einem versetzten Griff und Halter, wird dieses System als ein Träger beim Transport von großförmiger Platten und glatter Materialien, wie z.B. laminierter Platten oder Konstruktionsplatten mit Gewicht von 30 – 60 kg. Dies allein ist schon ein eindeutiger Nachweis über die Funktionalität dieses interessanten Systems.

Klappbarer Griff für höhere Anziehkraft

Beidseitige Zwinge mit Kunststoffkappen an den Backen

Der Klappgriff erleichtert die Handhabung beim Anziehen

Zur Krafterhöhung beim Anziehen oder zur besseren Handhabung verfügen einige Zwingen über einen Zusatzaufsatz am Griff oder über klappbare Griffe. Damit vergrößert sich wesentlich der Hebel zum Anziehen in engen und schwer zugänglichen Bereichen, wo man ansonsten die ganze Umdrehung beim festziehen nicht beenden kann. Hier können wir den Griff nach einer halben Umdrehung umklappen und weiter ähnlich wie mit einer Ratsche arbeiten. Bei entsprechender Formgebung des Zwingenkörpers kann die Zwinge aufgestellt oder angelegt werden. Die Arbeit geht so besser voran und das Material wird besser gespannt. Das Doppelhebelsystem zur Arretierung ermöglicht den Schnellverschub mit einem festen Schraubanzug mittels dem klappbaren Griff zu kombinieren. Falls Sie Ihre Werkstatt mit Klemmen und Zwingen nachrüsten möchten, suchen Sie sich ein Modell aus unserem Angebot aus: hier, sie werden bestimmt die richtige Lösung finden Weitere Informationen rundum Thema Zwingen finden Sie im Artikel Festziehen, festkleben, reparieren, sparen. Unsere Empfehlung